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ROUNDTALKS
30 09 2020

ASK ABOUT. THINK ABOUT. TALK ABOUT.
BRAVE NEW : EIN SZENARIO

Die Wellen der Corona-Infektionen reißen nicht ab.
Das Ida-Gebäude gibt es nicht mehr.
Ein neues IfA-IT Zentrum und ein Übertragungsstudio wurden eingerichtet.
Aufgezeichnete Gespräche dienen als Grundlage der Benotung.
Gruppenarbeiten über Distanz sind nach wie vor möglich
Arbeitszeiten sind flexibel zu gestalten, bei Lehrenden und Studierenden.



Zur diesjährigen IFA thematisierten wir in unserem Talk ein ins Extrem getriebene Szenario von Corona.
Wir fragten die Fachgebiete am Institut nach Vervollständigung unseres Szenarios und wie sie dieses mit ihren aktuellen Erfahrungen bewerten können.
In einer Umfrage auf Instagram fragten wir die Studierenden nach ihrer Meinung über den Verlauf des Sommersemester 2020. Beim Talk im Forum des Architekturgebäudes wurden die herausgearbeiteten Themen zusammengeführt.

Dieses Semester hat uns gelehrt, wie viel plötzlich möglich ist bzw. akzeptiert werden muss. Neue Räume und Methoden wurden entwickelt. Das eigene Zimmer wurde zur neuen Werkstatt und Studio. Zusammenarbeit fand meist digital statt. Spontane Begegnungen in den Hallen des Architekturgebäudes, im Aufzug oder in der Kaffeeschlange vor dem Roundkiosk fielen weg. Konsultationen und Präsentationen fanden über Videokonferenz statt, häufig im Format von Bewegtbildern. Der in Pixel aufgelöste Screen wurde zu Papier, zur Porte für ein Gespräch oder einer Vorlesung. Mehr denn je war der Computer der Assistent für die entwerferische Arbeit, die Webcam und das Mikrofon Mittel für persönlichen Austausch.

Der Abschluss des Semesters zeigt ein Feld an positiven und negativen Erfahrungen. Es gibt eine große Unterschied zwischen theoretischen Kursen, die im digitalen Format sehr erfolgreich waren und den Entwurfsprojekten, die unter einer fehlenden Studiodynamik grundlegend litten. Die Kommunikation Student*innen-intern wie auch zwischen Fachgebieten und Studierenden mag persönlich ausfallen, wurde aber mehrheitlich als gar nicht so schlecht empfunden. Jedoch kann sich der Großteil der Studenten nicht vorstellen, das nächste Semester unter den Bedingungen des Sommersemesters 2020 fortzuführen.

Die Unzufriedenheit spiegelt sich auch auf Seite der Fachgebiete wieder, die in ihre Szenarien beispielsweise ein Sturm und Besetzen des Architekturgebäudes, einen strukturellen Wandel des akademischen Systems oder die Flucht in den öffentlichen, freien Raum avancierten.

Die lösende Strategie für Corona konnten wir in unserem Brave New Open House Talk nicht finden. Jedoch haben wir es möglich gemacht, einen Raum zu erschaffen, in dem Gedanken und Erfahrungen herausgetragen und weitergedacht wurden. Dieser Raum war sowohl physisch wie auch digital. Über ein Livestream konnte zugeschaut und live-kommentiert werden. Über ein Link zur Videokonferenz konnten sich Gesprächsteilnehmer beteiligen, die weit vom Ernst-Reuter-Platz entfernt waren oder wegen der Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln kein Platz mehr im Forum fanden. Es wurden neue Medien zur Vorbereitung und Durchführung des Talks herangezogenen und eine durchdachte Aufnahme-/ und Übertragungstechnik hat dies alles sichtbar und erlebbar gemacht.

Die Herausforderung für das nächste Semester ist dennoch groß! Weiterhin werden Dinge erprobt und immer wieder neu gedacht. Wenn ihr Lust habt, eure Gedanken und Ideen zu teilen, meldet euch bei uns. Wir suchen nach neuen Leuten, die Lust haben sich zu beteiligen!

Links zum Brave New Open House Talk:

https://www.youtube.com/watch?v=6_gOk6CUE1U

https://www.youtube.com/watch?v=jHpVnPimM9Y



WER:
BRAVE NEW OPEN HOUSE | IFA 2020


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